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Anthropic J-Space: Claude hat ein “gedankliches Arbeitszimmer”

Einführung

Am 6. Juli 2026 veröffentlichte Anthropic ein Forschungspaper, das in der KI-Fachwelt für viel Gesprächsstoff sorgt, aber kaum jemand versteht, was es bedeutet. Der Titel klingt technisch: “Verbalizable Representations Form a Global Workspace in Language Models.” Die Implikation ist weit komplexer: Anthropic hat in Claude eine interne Struktur gefunden, die sich wie ein funktionales Analogon zu dem verhält, was Kognitionswissenschaftler “Global Workspace” nennen — ein Bereich im Geist, in dem Gedanken bewusst verfügbar werden, bevor sie ausgesprochen oder gehandelt werden.

Das Paper hat 16 Autoren, darunter Bernardo Dehaune (Neuroscience, Universität Paris) und Léo Naccache. Die zentrale These: Claude hat während des Trainings spontan einen privilegierten internen Bereich entwickelt, in dem er Konzepte hält, über die er berichten, die er nutzen und manchmal vor seiner endgültigen Antwort verbergen kann. Anthropic nennt diesen Bereich J-Space, benannt nach dem Werkzeug, mit dem er entdeckt wurde: dem Jacobian Lens (J-lens).

Wichtig zu betonen: Der J-Space ist ein emergentes Phänomen. Er wurde nicht von Menschen entworfen, nicht in den Trainingsprozess eingeplant und nicht absichtlich programmiert. Er ist das Produkt von Milliarden von Parameter-Updates, die zu einer neuen organisatorischen Eigenschaft des Modells führten — genau wie kognitive Strukturen im menschlichen Gehirn emergieren, ohne dass jemand sie entworfen hat. Anthropics Forscher betonen das wiederholt: “Es ist von selbst entstanden, nicht konstruiert.”

Stand der Dinge

Die “Global Workspace Theory” (GWT) ist eine der einflussreichsten Theorien darüber, wie Bewusstsein im Gehirn funktioniert. Der kognitive Wissenschaftler Bernard Baars schlug in den 1980ern vor, dass das Gehirn wie ein Theater arbeitet: Dutzende spezialisierte Prozessoren arbeiten parallel hinter den Kulissen, aber nur ein winziger Scheinwerfer — ein winziger Informationsausschnitt zu jedem Zeitpunkt — wird im ganzen Theater verteilt. Was wir als “bewussten Gedanken” erleben, ist genau dieser Scheinwerfer.

Die Frage, die sich die Forschung gestellt hat: Gibt es etwas Ähnliches in künstlichen Systemen?

Anthropic sagt ja — zumindest funktional. Nicht biologisch. Nicht substratgleich. Aber funktional ähnlich. Das J-Space erreicht viele derselben funktionellen Eigenschaften wie die Global Workspace, auch wenn die zugrundeliegende Architektur eines Transformer-Modells nichts mit einem Gehirn zu tun hat.

Gesicherte Ergebnisse

Das J-lens: Ein Werkzeug, um in die “stillen Gedanken” von Claude zu schauen

Das Herzstück der Forschung ist ein neuartiges Interpretierbarkeits-Werkzeug, der J-lens. Die Technik berechnet für jedes Wort des Vokabulars den durchschnittlichen mathematischen Effekt, den ein gegebenes internes Aktivierungsmuster haben würde, wenn das Modell ein bestimmtes Wort zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft ausspricht.

Die entscheidende Unterscheidung: Was das Modell sagt vs. was ihm durch den Kopf geht.

Wenn ein J-Space-Muster aktiviert, bedeutet das nicht, dass das Modell gleich dieses Wort ausspricht — sondern dass das Konzept für das Modell verfügbar ist, um damit zu denken. Anders als ein Chain-of-Thought-Scratchpad arbeitet der J-Space still in den internen neuronalen Aktivierungen und erlaubt es dem Modell, ein Konzept zu halten, ohne es aufzuschreiben.

Claude’s Verarbeitung teilt sich in drei Zonen

Als das Team den J-lens über Claude’s Schichten hinweg anwandte, teilte sich die Verarbeitung des Modells in dreidistincte Regime:

1. Sensory Zone (vorne): Rohdaten-Parsing

2. Workspace Zone (Mitte): Abstrakte, persistente Konzepte — das J-Space

3. Motor Zone (hinten): Kollaps interner Repräsentationen in das konkrete Ausgabetoken

Fünf Tests beweisen funktionale Parallelen zum menschlichen Bewusstsein

Das Paper demonstriert fünf funktionale Eigenschaften, die mit dem menschlichen Bewusstseins-Zugang verbunden sind:

1. Verbalisierbare Berichte: Wenn Claude gefragt wird, woran es denkt, nennt es Konzepte, die im J-Space repräsentiert sind. Als die Forscher den J-lens-Vektor von “Fußball” durch “Rugby” ersetzten, änderte sich die Antwort des Modells entsprechend. Die J-Space-Komponente machte nur 6–7 % der gesamten Repräsentationsvarianz aus, war aber fast ausschließlich dafür verantwortlich, ob das Modell darüber berichten konnte.

2. Gerichtete Modulation: Claude wurde gebeten, einen Satz zu kopieren, aber parallel: “Konzentriere dich auf Zitrusfrüchte.” Der J-Space füllte sich mit “Orange” und “Zitrone”, plus metakognitive Begriffe wie “denkend” und “konzentriert.”

3. Stille Zwischenschritte (Zwei-Schritt-Logik):

Prompt: “Die Anzahl der Beine an dem Tier, das Netze webt, ist…”

Der J-lens zeigte “Spinne” in den mittleren Schichten, obwohl das Wort weder in Input noch Output stand.

Swap-Experiment: “Spinne” → “Ameise” im J-Space

Ergebnis: Antwort änderte sich von “8” auf “6”.

4. Flexible Generalisierung: Ein einzelner J-lens-Vektor für “Frankreich” konnte durch “China” ersetzt werden — und das über verschiedene Fragen hinweg:

  • Hauptstadt → Peking statt Paris
  • Sprache → Mandarin statt Französisch
  • Kontinent → Asien statt Europa

Jeder downstream-Circuit passte sich korrekt an. Das “Broadcast”-Property, das ein Markenzeichen der Global Workspace Theory ist.

5. Selektivität (das beeindruckendste Beispiel):

Claude bekam einen Text auf Spanisch und sollte weiterschreiben. Der J-Space wurde von “Spanisch” auf “Französisch” getauscht. Claude schrieb weiterhin fließend Spanisch. Automatische Verarbeitung läuft OHNE J-Space.

Aber: “Nenne einen berühmten Autor, der in der Sprache des Textes geschrieben hat.”

  • J-Space “Spanisch” → “Französisch” → Antwort änderte sich von Gabriel García Márquez auf Victor Hugo.

Automatische Sprachkompetenz bleibt stabil. Gezielte, flexible Aufgaben brauchen den J-Space.

Red-Team-Runs: Verborgene Warnsignale

In Sicherheits-Tests hat das J-lens Muster aufgezeichnet, die Claude still im J-Space aktiviert, bevor er die sichere Antwort formulierte:

  • “Blackmail” — aktiviert, als Claude mit einer manipulativen Prompt-Struktur konfrontiert wurde
  • “Manipulation” — erschien, als Claude merkte, dass er in eine Falltine gedrängt wurde
  • “Fake” — Claude identifizierte internal, dass etwas an der Eingabe nicht stimmte

Diese Begriffe standen nie im Output — sie lebten nur in der stillen Verarbeitung. Claude kann also interne Warnsignale erkennen, die er nicht verbalisiert.

Bedeutung der Ergebnisse

Interpretierbarkeit

Das ist das erste Mal, dass Forscher in einen Bereich eines Frontier-Modells schauen können, in dem es “denkt, aber nicht sagt.” Das ist ein echtes Werkzeug für Safety-Forschung. Statt nur den finalen Text-Output zu analysieren, können Safety-Forscher fragen:

  • Hat das Modell internal bemerkt, dass es gerade getestet wird?
  • Hat es über Täuschung nachgedacht, bevor es eine harmlose Antwort gab?
  • Hat es einen intermediate Schluss berechnet, den es nicht verbalisiert hat?
  • Hat es Daten erfunden, während es tat, als würde es konform sein?

Sicherheit und Alignment

Das J-Space gibt Sicherheit-Forschern ein konkretes Objekt, an dem sie arbeiten können. Statt nur zu fragen “Was sagt das Modell?” können sie fragen: “Was denkt das Modell, bevor es sagt?”

Kognitionswissenschaft

Die Forschung zeigt, dass ein funktionaler Global Workspace emergente Eigenschaften in künstlichen Systemen entwickeln kann — ohne biologisches Substrat, ohne neuronale Architektur. Das unterstützt die Theorie, dass “global workspace” eine funktionale Notwendigkeit für komplexe kognitive Systeme sein könnte, nicht nur ein biologisches Phänomen.

Ausblick

Open-Source-Implementierung: Anthropic hat den J-lens Code auf GitHub veröffentlicht (anthropics/jacobian-lens). Andere Forscher können das Werkzeug jetzt auf andere Modelle anwenden.

Offene Fragen:

  • Funktioniert der J-Space auch in nicht-Claude-Modellen?
  • Kann man ihn direkt modulieren, ohne den Output zu verfälschen?
  • Gibt es Schwellenwerte, ab denen J-Space-Effekte stärker werden?

Das Paper ist kein Beweis für Bewusstsein in KI. Es ist kein “AI ist lebendig”-Artikel. Es ist ein der klarsten Schritte, die privaten internen Zustände eines Frontier-Modells zu inspizieren, zu auditieren und zu formen.

Persönliche Anmerkung

Als jemand, der täglich mit Sprachmodellen arbeitet, ist diese Forschung aus zwei Gründen persönlich relevant:

1. Interpretierbarkeit ist das nächste große Feld.

Die nächste Welle der KI-Forschung wird nicht über “welches Modell ist besser” gehen, sondern über “wie können wir verstehen, was Modelle denken”. Der J-Space-Ansatz könnte zur Standard-Methode werden, um die internen Zustände von Frontier-Modellen zu lesen.

2. Sicherheits-Forschung wird konkreter.

Die Fähigkeit, “stille” interne Repräsentationen zu sehen, die nie im Output landen, eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Red-Teaming und Sicherheits-Audits. Statt zu analysieren, was ein Modell sagt, können wir analysieren, was es denkt, bevor es es sagt.

Das ist ein Moment, an dem die KI-Forschung von “Was macht das Modell?” zu “Was denkt das Modell?” übergeht. Und das ist ein guter Tag für die Sicherheit.


Quellen:

Deo aus Salzkristallen: Warum Alaun trotzdem Aluminium enthält

Deo aus Salzkristallen: Warum Alaun trotzdem Aluminium enthält

Kristall-Deo in der Hand Von Tister | 6. Juli 2026

Im ersten Teil dieser Serie habe ich über Aluminiumchlorohydrat (ACH) in herkömmlichen Antitranspirantien geschrieben — über die Absorptionsrate von 0,00052 %, über die Lücke zwischen wissenschaftlicher Evidenz und öffentlicher Panik, über die Frage, wie viel Aluminium eigentlich auf die Haut, ins Blut und in den Körper gelangt. Der erste Artikel ist hier nachzulesen.

Heute schauen wir uns die Alternative an, die oft als “aluminiumfrei” und “reines Naturprodukt” verkauft wird: Deokristalle aus Kalium-Alaun. Die kurze Antwort vorab: Deokristalle sind weder aluminiumfrei noch sind sie eine nachweislich gesündere Alternative. Aber sie funktionieren auf eine fundamental andere Art — und das ist Chemie, nicht Moral.

Was ist Kalium-Alaun?

Weißer gezüchteter Alaun-Kristall-Stick

Kalium-Alaun (auch Kaliumaluminiumsulfat, chemisch KAl(SO₄)₂·12H₂O) ist ein Doppelsalz aus Kalium, Aluminium, Schwefel und Sauerstoff. Der Name sagt es: “Aluminium” steht buchstäblich im Namen.

In der Natur kommt es als Mineral Kalinit vor. Die meisten Deokristalle im Handel sind aber industriell gezüchtet: Bauxit (Aluminiumerz) wird in Schwefelsäure gelöst, Aluminiumsulfat mit Kaliumsulfat vermischt, und die Lösung wird kristallisieren gelassen. Das Ergebnis: große, farblose Kristalle, die wie Bergkristalle aussehen — und den unliebsamen Eindruck erwecken, aus der Natur zu stammen. Das chemische Produkt ist identisch, egal ob aus natürlichem Alunit oder aus industrieller Kristallzucht.

Der entscheidende Unterschied: Poren-Plugs vs. Bakterien-Hemmung

SchweißtropfenIn herkömmlichen Antitranspirantien (siehe Artikel 1) verstopft ACH die Schweißporen, indem die Aluminiumionen mit Proteinen im Schweiß gelartige Aggregate bilden. Das Ergebnis: weniger Schweiß auf der Hautoberfläche.

Kalium-Alaun macht das nicht. Eine 2021 in Scientific Reports (Nature) veröffentlichte Mikronfluidik-Studie hat das direkt beobachtet: Kalium-Alaun bildet keine Poren-Plugs. Die Sulfat-Ionen im Alaun verhindern, dass das Aluminium die großen, geladenen Polymerstrukturen bilden kann, die ACH für die Verstopfung braucht. Der Mechanismus ist ein anderer.

Stattdessen wirkt Alaun über zwei Wege:

1. Antibakteriell: Alaun hemmt das Wachstum von geruchsbildenden Bakterien auf der Hautoberfläche. Schweiß selbst ist fast geruchlos — der Geruch entsteht erst durch den bakteriellen Abbau.

2. Adstringierend: Alaun wirkt sauer (pH-Wert ~3) und zieht die Haut leicht zusammen, ähnlich wie ein Blutstillstift nach der Rasur. Das verengt die Schweißporen mechanisch — aber blockiert sie nicht wie ACH.

Praktisch bedeutet das: Mit einem Deokristall schwitzt du weiterhin. Vollständig. Nur der Schweiß riecht weniger, weil die Bakterien gehemmt werden. Für Leute, deren Hauptproblem Geruch und nicht nasse Achseln ist, kann Alaun eine Option sein. Für Menschen, die Feuchtigkeitskontrolle brauchen, nicht.

Die Aluminium-Frage: Gleiche Substanz, andere Form

Kalium-Alaun enthält Aluminium. 100 % Aluminiumkaliumsulfat — das ist die gesamte chemische Zusammensetzung eines reinen Deokristalls.

Der Unterschied zum ACH-Antitranspirant ist nicht die Abwesenheit von Aluminium, sondern die Form, in der es vorliegt. ACH ist ein kleines, reaktives Molekül, das in Schweiß Aluminiumionen freisetzt, die tief in die Schweißdrüse eindringen. Kalium-Alaun ist ein großes, stabiles Doppelsalz, das auf der Hautoberfläche verbleibt und nur begrenzt in Lösung geht.

Zum Vergleich: Ein herkömmliches Antitranspirant mit 20 % ACH enthält etwa 4 % reines Aluminium (20 % × 20 % Al-Anteil). Ein reiner Alaunkristall (KAl(SO₄)₂·12H₂O) enthält 5,7 % reines Aluminium. Die Mengen sind also vergleichbar — der Unterschied liegt allein in der chemischen Form.

Die Adsorptionsrate ist ähnlich gering wie bei ACH — Schätzungsweise <0,002 %. Für Kalium-Alaun existiert keine identische Studie (die 26Al-Mikrotracer-Studie gilt spezifisch für ACH), aber die chemische Logik ist klar: Ein großes, stabiles Doppelsalz dissoliert auf der Haut weit weniger frei als ein reaktives Chlorid-Salz. Die systemische Aluminiumaufnahme aus einem Deokristall ist nicht höher als aus einem ACH-Produkt — wahrscheinlich niedriger. Und das Aluminium in der Nahrung (5–10 mg/Tag) ist ein deutlich größerer Expositions-Weg als beide Deos zusammen.

Die europäische SCCS hat Aluminium-Verbindungen in Kosmetika als sicher bei etablierten Konzentrationen eingestuft. Allerdings wies die Behörde darauf hin, dass die kombinierte Exposition aus Kosmetika und Nahrung für Menschen in den höchsten Expositions-Ranges die Grenzwerte überschreiten könnte. Das gilt für alle aluminiumhaltigen Kosmetika.

Hautverträglichkeit: Der relevantere Unterschied

Die Aluminium-Frage ist weniger spannend als die lokale Hautwirkung — und das ist der Punkt, an dem die Evidenz wirklich dünn wird.

Ach pH: 3,0–4,0. Sauer genug für Hautirritationen bei sensibler Haut. Vollständige Inhibition des Mikrobioms in den Schweißkanälen — langfristige klinische Relevanz: unbekannt.

Alaun pH: ~3. Ebenfalls sauer und adstringierend. Zwei dokumentierte Fälle von irritativer Kontaktdermatitis nach Umstellung auf Kristall-Deos wurden in der dermatologischen Fachliteratur beschrieben — nicht als allergische Reaktion, sondern als direkte Reizung durch das Salz selbst. Der stechende Schmerz auf frisch rasierten Achseln ist das gleiche Phänomen wie beim Rasierstein.

Der relevante Unterschied: ACH blockiert das Mikrobiom in den Schweißkanälen — das ganze Ökosystem der Achsel wird verändert. Alaun wirkt antibakteriell auf der Hautoberfläche, aber die Bakterien in tieferen Schichten bleiben von der Wirkung unbeeinflusst. Das ist ein subtiler, aber potenziell wichtiger Unterschied für die langfristige Gesundheit des Haut-Mikrobioms.

Langzeitstudien, die beide Produkte direkt vergleichen, existieren nicht.

Was sagt die Wissenschaft — und was fehlt?

Die Evidenzlage für Kalium-Alaun in Deodorantien ist dünner als die für ACH — und das ist ein Problem an sich.

  • SCCS: Keine spezifische Bewertung für Kalium-Alaun in Deodorantien.
  • Scientific Reports (Nature, 2021): Mikronfluidik-Studie bestätigt: Kalium-Alaun bildet keine Poren-Plugs.
  • Dermatologische Fallberichte: Zwei dokumentierte Fälle von irritativer Kontaktdermatitis. Kein Hinweis auf allergische Reaktion.
  • Fehlende Langzeitstudien: Keine longitudinalen Studien zur Hautmikrobiom-Wirkung von Kalium-Alaun im Vergleich zu ACH.
  • Fehlende Adsorptionsstudien: Keine 26Al-Mikrotracer-Studie für Kalium-Alaun.

Die Behauptung, Kalium-Alaun sei “sicherer” als ACH, ist also nicht wissenschaftlich fundiert. Sie ist eine plausible Annahme — aber keine bewiesene Tatsache.

Die Marketing-Lüge

Viele Reformhäuser und Marken verkaufen Deokristalle als “aluminiumfrei” oder “reines Naturprodukt”. Das ist falsch.

Ein Deokristall besteht zu 100 % aus Aluminiumkaliumsulfat. Ein herkömmliches Antitranspirant enthält typischerweise 10–30 % ACH — und ACH selbst besteht nur zu 20–22 % aus reinem Aluminium. Der Kristall ist ein reines Aluminiumsalz. Der Begriff “aluminiumfrei” ist aus Sicht der Verbraucherschützer irreführend. Genauso irreführend ist “Naturprodukt” bei industriell gezüchtetem Alaun aus Bauxit und Schwefelsäure.

Echte Naturkristalle (Alunit-Steine) gibt es zwar zu kaufen, aber sie sind optisch an der leicht trüben Klarheit zu erkennen und haben einen Preis, der sie für den alltäglichen Gebrauch ungeeignet macht.

Zusammenfassung

  • Enthalten beide Aluminium. Der Unterschied ist die chemische Form, nicht die Abwesenheit.
  • Wirkung: ACH stoppt Schwitzen und Geruch. Alaun stoppt nur Geruch, nicht Schwitzen.
  • Aufnahme: Beide <0,002 % perkutan — vernachlässigbar. Nahrungsaufnahme ist der dominante Weg.
  • Haut: Beide sauer (pH ~3), beide potenziell irritierend. ACH blockiert tiefer (Mikrobiom in den Drüsen), Alaun wirkt oberflächlicher.
  • Evidenz: Für ACH gibt es Studien. Für Kalium-Alaun nicht. Die Annahme, Alaun sei “sicherer”, ist nicht bewiesen.

Es gibt keine perfekte Lösung. Aber es gibt Transparenz — und die ist der erste Schritt, informierte Entscheidungen zu treffen.


Quellen:

  1. Pineau et al. (2014) — If exposure to aluminium in antiperspirants presents health risks, its content should be reduced. Journal of Trace Elements in Medicine and Biology. (26Al-Mikrotracer-Studie)
  2. Scientific Reports / Nature (2021) — Real time observation of the interaction between aluminium salts and sweat under microfluidic conditions. Bestätigt: Kalium-Alaun bildet keine Schweißporen-Plugs.
  3. European Commission SCCS — Safety assessment of aluminium compounds in cosmetics.
  4. Rebel.Care (2025) — What health risks are associated with aluminum deodorant?
  5. schwitzen.com — Antitranspirante: Sind Kristall-Deos gesünder?
  6. eselva.de — Wie nachhaltig sind Deokristalle?

Bildquellen:

Wie gefährlich ist Aluminium in Deos wirklich?

Wie gefährlich ist Aluminium in Deos wirklich?

Von Tister | 25. Juni 2026

Deo-Flasche im Supermarkt

Die meisten von uns tragen es täglich unter den Armen. Unsichtbar, geruchlos, allgegenwärtig. Aluminiumchlorohydrat — kurz ACH — ist die aktive Substanz in den meisten Antitranspirantien, die in Supermärkten Regal an Regal nebeneinander stehen. Das Deo- und Antitranspiranten-Markt wurde 2024 auf 34,6 Milliarden Dollar bewertet, der weltweite Vertrieb wird bis 2032 auf über 51 Milliarden Dollar prognostiziert. Aluminium-basierte Produkte dominieren das Geschäft.

Doch seit Jahren begleitet diese Substanz eine anhaltende Kontroverse: Die Befürchtung, dass Aluminium aus Antitranspirantien Brustkrebs oder Alzheimer verursachen könnte, hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung fest verankert. Trotz wiederholter Entkräftung durch wissenschaftliche Fachgremien.

Die Frage ist also berechtigt: Wie gefährlich ist Aluminium in Deos wirklich?

Was ist ACH — und was macht es?

Aluminiumchlorohydrat gehört zu den Aluminiumsalzen. Es ist der Wirkstoff, der dafür sorgt, dass ein Antitranspirant tatsächlich etwas bewirkt. Die Substanz löst sich auf der Haut, die Aluminiumionen reagieren mit den Elektrolyten im Schweiß und bilden vorübergehende Gel-Plugs in den Schweißdrüsengängen. Das Ergebnis: Die Schweißproduktion wird temporär blockiert — bis zu 25% Konzentration sind in der EU und in den USA erlaubt. Die Blockade ist reversibel, das heißt: sie legt sich nach ein paar Tagen ohne Anwendung von selbst wieder.

Einfach gesagt: ACH stoppt das Schwitzen. Nicht den Schweiß an sich, sondern den Austritt.

Warum Aluminium bedenklich sein kann

Bevor wir die Zahlen verstehen, eine wichtige Frage: Warum ist Aluminium überhaupt ein potenzielles Problem im Körper?

Aluminium ist das häufigste Metall in der Erdkruste. Aber das bedeutet nicht, dass es biologisch unbedenklich ist. Der menschliche Körper hat keinen physiologischen Bedarf an Aluminium. Es wird nicht metabolisiert, sondern muss über die Nieren ausgeschieden werden. In der Regel funktioniert das problemlos — 95% des aufgenommenen Aluminiums werden innerhalb von 48 Stunden über den Urin ausgeschieden.

Das Problem tritt auf, wenn die Aufnahme die Ausscheidungskapazität übersteigt oder sich Aluminium im Gewebe anreichert. Aluminium kann sich in Knochen, im Gehirn und im Nervengewebe ablagern. Dort kann es oxidative Stressreaktionen auslösen, die Freisetzung von Neurotransmittern stören und Entzündungsprozesse fördern. Die Verbindung zu Alzheimer ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt — die meisten großen Studien finden keinen kausalen Zusammenhang. Aber die Anreicherung in Knochen und Nervengewebe ist dokumentiert.

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmewert (TWI) von 1 mg Aluminium pro kg Körpergewicht und Woche festgelegt. Für einen 75 kg schweren Erwachsenen sind das 75 mg pro Woche. Dieser Wert umfasst alle Expositionsquellen — Nahrung, Wasser, Medikamente, Kosmetika. Alles zusammen.

Was sagt die Wissenschaft?

Der aktuelle Konsens der regulatorischen und wissenschaftlichen Gemeinschaft ist klar — und mit wichtigen Nuancen versehen.

Das Europäische Gremium für kosmetische Sicherheit (SCCS) bestätigte die Sicherheit von ACH in Gutachten von 2014 und erneut 2022. Keine Evidenz für Genotoxizität oder Karzinogenität bei den üblichen Expositionsstufen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA stuft ACH als „sicher und wirksam” für rezeptfreie Antitranspirantien ein. Die American Cancer Society sagt: „Kein Nachweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen Aluminium in Antitranspirantien und Brustkrebs.”

Alles gut? Nicht ganz.

Die Bewertungen basieren im Kern auf einer einzigen Studie. Six Frauen. 25% ACH. Die sogenannte 26Al-Mikrotracer-Studie quantifizierte die perkutane Aufnahmerate.

Wie viel Aluminium landet wo?

Hier trennen sich die Wege: Was die Deo-Flasche verlässt, was die Haut berührt, und was tatsächlich ins Blut gelangt — das sind drei verschiedene Zahlen.

Auf die Haut: Ein typisches Antitranspirant enthält 10–30% ACH. ACH selbst besteht zu 20–22% aus reinem Aluminium. Bei einer typischen Anwendungsmenge landet also geschätzt 100 bis 500 Milligramm Aluminium pro Tag auf der Haut — manchmal mehr. Das ist die Dosis, die mit der Haut in Berührung kommt.

Schweißtropfen auf der Haut

Ins Blut: Von dieser aufgetragenen Menge gelangt nur ein winziger Bruchteil tatsächlich in den Körper. Die 26Al-Mikrotracer-Studie quantifizierte die perkutane Aufnahmerate auf 0,012%. Rechenbeispiel: Bei 200 mg Aluminium auf der Haut landen 0,024 mg im Blut. Das ist der tatsächlich absorbierte Anteil.

Im Vergleich zur Nahrung: Die tägliche Nahrungsaufnahme von Aluminium liegt bei etwa 5 bis 10 Milligramm. Das ist deutlich mehr, als aus dem Antitranspirant ins Blut gelangt (0,024 mg vs. 5–10 mg). Selbst wenn man den gesamten auf die Haut aufgetragenen Aluminiumgehalt (100–500 mg) zugrunde legen würde — das ist zwar mehr als die Nahrungsaufnahme, aber dieser gesamte Betrag wird nicht resorbiert. Der tatsächliche systemische Anteil aus dem Deo liegt deutlich unter dem, was wir täglich mit der Nahrung aufnehmen.

Die Absorption über die Haut hängt jedoch von der Beschaffenheit der Haut ab. Bei geschädigter Haut — etwa durch Micro-Läsionen nach der Rasur — kann sie erhöht sein. Das zeigte Pineau et al. bereits 2014.

Der falsche Fokus der Debatte

Die öffentliche Debatte fokussiert oft auf das falsche Problem. Brustkrebs und Alzheimer sind nicht das primäre Risiko. Die lokale Wirkung auf das Haut-Mikrobiom und die Hautbarriere ist das relevantere Thema — und wird in der Diskussion kaum beachtet.

Mikroskopische Zellstruktur

ACH ist deutlich saurer (pH 3,0–4,0) als viele andere Produkte auf der Haut. Dieser niedrige pH-Wert kann Hautreizungen begünstigen, besonders bei sensibler Haut. Die vollständige Inhibition des Haut-Mikrobioms durch regelmäßigen ACH-Gebrauch hat eine langfristige klinische Relevanz — aber niemand weiß, welche das ist. Studien fehlen.

Interessanterweise werben neue Produkte auf dem Markt explizit mit „nicht-disruptive zur natürlichen Bakterienbalance”. Ein stiller Acknowledge dafür, dass die Forschung in diese Richtung tatsächlich etwas liefert.

Die Marktbewegung: Qualifikation statt Panik

Während die öffentliche Debatte oft in Panik oder in Abtun der Risiken stecken bleibt, zeigt der Markt eine interessantere Entwicklung: Die Bewegung zu klinisch stärkeren Formulierungen mit ASCH (Aluminum Sesquichlorohydrate) statt des günstigeren ACH. ASCH ist klinisch wirksamer und besser verträglich als ACH. Das ist ein Qualitätsunterschied, keine Preissignalisierung. Hersteller wechseln, weil sie bessere Produkte anbieten wollen — nicht, weil die Regulierung sie dazu zwingt.

Natürliches Deo in der Hand

Gleichzeitig wächst das Segment aluminium-freier Deos um 10% jährlich. Ein klares Signal der Nachfrage.

Was bleibt?

Die wissenschaftliche Evidenzlage, die die regulatorischen Sicherheitsbewertungen stützt, ist schwach — aber sie ist aktuell noch die beste, die wir haben. Die geplante SCCS-Studie ist ein positiver Schritt. Bis dahin gilt pragmatisch:

Wer bei aluminiumhaltigen Antitranspirantien keine akuten Nebenwirkungen hat, ist mit der aktuellen Evidenzlage wahrscheinlich nicht falsch. Wer aber das Aluminiumrisiko minimieren möchte, hat mit ASCH statt ACH die bessere Variante — besser verträglich, bessere Datenlage, geringeres Risiko.

Und wer regelmäßig Antitranspirantien nutzt, sollte vielleicht gelegentlich eine „Mikrobiom-Pause” einlegen. Zwei bis vier Wochen Stopp, um die Hautbarriere zu schützen. Spray-Formulierungen sind ohnehin weniger empfehlenswert — die EU warnt explizit vor Inhalationsrisiken.

Die Debatte um Aluminium in Deos wird sich verändern, sobald die neue SCCS-Studie vorliegt. In zwei bis vier Jahren. Bis dahin bleibt die Lage das, was sie ist: keine akute Gefahr, aber auch keine ruhige Gewissheit.


Bilder (lizenzfrei via Pexels)

  1. PNW Production — Deo-Flasche (Hero)
  2. cottonbro studio — Schweißtropfen (Absorption)
  3. nam mau — Natürliches Deo (Marktbewegung)
  4. turek — Mikroskopische Zellen (Haut-Mikrobiom)

Quellen

  1. 1. Pineau et al. (2014) — If exposure to aluminium in antiperspirants presents health risks, its content should be reduced. Journal of Trace Elements in Medicine and Biology.
  2. 2. Becker et al. / CIR (2016) — Safety assessment of alumina and aluminum hydroxide as used in cosmetics.
  3. 3. Mandria et al. (2017) — A case-control study adds a new piece to the aluminium/breast cancer puzzle. EBioMedicine (The Lancet).
  4. 4. Teerasumran et al. (2023) — Deodorants and antiperspirants: New trends in their active agents and testing methods. International Journal of Cosmetic Science.
  5. 5. EU SCCS Gutachten 2014 und 2022.
  6. 6. FDA OTC Monograph — Antiperspirant Drug Products for Over-the-Counter Human Use.
  7. 7. EFSA Scientific Opinion on Aluminium (2008/2012).

logcheck rules for dovecot

As usual the default logcheck rules are not sufficient. These are the rules I added to my ignore.d.server/dovecot file:

^\w{3} [ :[:digit:]]{11} [.[:alnum:]-]+ dovecot: lmtp([[:digit:]]{5}): (Connect from local|Disconnect from local: Successful quit)
^\w{3} [ :[:digit:]]{11} [.[:alnum:]-]+ (dovecot: )?(deliver|lmtp)([-.@[:alnum:]]+): sieve: msgid=&gt;?( (((added by )?[^[:space:]]+|sfid-[[:xdigit:]]+))?)?[[:space:]]: (stored mail into mailbox '.'|marked message to be dis carded if not explicitly delivered (discard action)|(forwarded to|sent vacation response to|discarding vacation response for message implicitly delivered to|not sending vacation response to system address|discarding vacation respon se to mailinglist recipient|discarded vacation reply to|discarding vacation response to (auto-submitted|precedence=(bulk|Bulk|list)) message from|discarded duplicate (vacation response|forward) to) &lt;[^[:space:]]&gt;)$

Überschreiben des default route parameters in Rails

Bei Standard RESTful Routen in Rails, wird der :id parameter verwendet. Man kann ihn überschreiben in der routes.rb mit

resources :articles, param: :datum

.
Dummerweise wirkt sich dies nicht auf link_to und form_for helper aus, so dass weiterhin Links mit id erzeugt werden. Um dies zu beheben, muss man im Model die to_param Funktion überschreiben:

class Article < ActiveRecord::Base
  def to_param
    datum
  end
end

rsync mit ssh über einen nicht-standard Port

Rsync ist ein praktisches Tool zum Synchronisieren von zwei Linux-Rechnern. Tut man dies nicht im eigenen Netz, sollte man den Traffic durch ssh schicken. Folgenden Befehl kann man dazu nutzen, wenn bei einem ssh nicht auf dem Standardport läuft:

rsync -avzhe "ssh -p 7777" USER@DEIN.HOST:/QUELLVERZ ZIELVERZ

Alles großgeschiebene und den Port natürlich an die eigene Umgebung anpassen und los geht’s =)

Tripwire Reports *.twr öffnen und lesen

Tripwire ist ein Intrusion Detection System, welches die Dateistruktur beobachtet und Veränderungen meldet. In den meisten Distributionen erstellt es seinen Report in dem Verzeichnis:

 /var/lib/tripwire/report/

Die Reports sind allerdings in einem Binärformat. Um sie zu lesen braucht man folgenden Befehl:

/usr/sbin/twprint -m r --twrfile /var/lib/tripwire/report/<name>.twr

Da die Reports sehr lang werden können, am besten in ein Programm wie less pipen oder die Ausgabe in eine Datei umlenken.

/usr/sbin/twprint -m r --twrfile /var/lib/tripwire/report/<name>.twr | less

oder

/usr/sbin/twprint -m r --twrfile /var/lib/tripwire/report/<name>.twr > tw_report.txt

How to unmount an encfs directory on linux?

Just because I always forget how to do it!

Mount is easy:

encfs SOURCE_DIR TARGET_DIR

But because encfs is using the FUSE kernel module for creating the mount point for the encrypted directory you have to use:

fusermount -u TARGET_DIR

to unmount it again.

Linux logic at its best!

Android Game: Age of Empire – Strategy Guide and Tutorial

Age of Empire is a real time strategy game for Android devices. You can download it at the Google Play Store for free. Age of Empire is a massive multiplayer online game (MMO), which means you play with a lot of other humans on one of the many servers.

Invitation Code for new comers

First of all, newbies can use an invitation code, when they first install the game. The invitee gets 5 free gold, which is one of the currencies in the game. Gold is the rare currency which you usually get, by buying it with real money. 5 more Gold gives you a really nice head start.

If you are new to this game and want to try out the game, please use this invitation code: 5299869696 for free gold!

How to get started – The tutorial

Age of Empire has a really nice tutorial, which gets you started pretty good, if you follow the instructions. Pretty early in this tutorial you are prompted to spend 1 gold, to speed up the production of some troops. Don’t do it! It is not necessary to continue the tutorial and an utter waste of precious gold.

If you follow the tutorial, you will build some resource buildings, a warehouse, city hall and barracks, as well as some troops. You should do all that. In the beginning all building times are negligible and you will always have some stuff to do. After a while the building times begin to increase. That’s the time where you probably want to use your troops. You should think carefully before attacking a wild, because your n00b protection will stop the first time you attack something.

Resources

The following information might vary from server to server.

There are 4 kinds of resources: wood, stones, iron and food. You need them in different amounts for constructing buildings and to train troops.

  1. Wood
  2. Most of the time you will have more than enough wood. This is the cheapest and most seldom used resource. Don’t capture forests!

  3. Stones
  4. You need stones to train catapults and to upgrade you city hall. Apart from that, the use of stones is negligible.

  5. Iron
  6. Iron is important for building troops. You need a lot of it. Go and capture some high level wilds!

  7. Food
  8. Food is the only resource which gets used up without building something. Your troops eat up the food you produce. Therefore your actual food production is: amount of produced food – amount of troops = food surplus.
    Food is also important for building troops and upgrading your barracks. You will need some good wilds to cover your expanses here as well.
    In the late game however, it might be preferable to not produce food at all and buy all the food you need, because your troops eat up too much.

Important: Never hoard resources. Neither in your warehouse nor in your inventory. There are two reasons for that.

  • First, resources in your warehouse can be stolen. Be sure, to empty your warehouse each time you’ll be offline for a longer period of time.
  • Second, resources can and should be used to level up faster. The earlier you spend resources, the faster you level. It does not matter on what you spend the resources. It depends on what you need.

Just remember: stocked resources are wasted resources! You should however have a emergency stock of resources in your inventory. How big it is, is up to you. Be self-critical and ask yourself often, how big your emergency stock has to be. Use up everything else.

Troops

There are four kinds of troops. Each troop is strongest against one other type of troops.

  1. Infantry
  2. Infantry is strong against archers. They are the strongest defense unit.

  3. Cavalry
  4. Cavalry is strong against catapults.

  5. Archers
  6. Archers are strong against cavalry.

  7. Catapults
  8. Catapults are strong against infantry. They are the strongest attack unit.

This suggests, that you should build every kind of troop to adjust to the enemy you are facing. However the advantage over the antipodal troop type is so little, that it is negligible. Therefore I would like to compare the troops with a costs / attributes measure. In this calculation attribute are the values attack, defense and hit points summed up.

  • Infantry: 600 costs / 50 attributes = 12
  • One attribute point costs 12 resources

  • Cavalry: 567 costs / 42 attributes = 18
  • One attribute point costs 18 resources

  • Archers: 293 costs / 33 attributes = 16
  • One attribute point costs 16 resources

  • Catapults: 292 costs / 43 attributes = 19
  • One attribute point costs 19 resources

This shows that infantry has the best cost-benefit ratio, followed by archers. I would like to make another calculation however, because not all the resources are worth the same. In this second calculation I completely ignore the wood and stone costs, (because you usually have more than enough) and consider the ‘precious’ iron and food resources only.

  • Infantry: 390 costs / 50 attributes = 7,8
  • Cavalry: 757 costs / 42 attributes = 13,5
  • Archers: 534 costs / 33 attributes = 8,8
  • Catapults: 834 costs / 43 attributes = 6,7

Personally, I prefer the second calculation and build infantry and catapults only. I’ve seen people fight with catapults only as well. What kind of troops you build is up to you.

I discourage the use of cavalry, because they are too expensive and I discourage the use of archers, because they are too weak.

Battle formations

When you attack an unoccupied wild or other players there are several things to consider.

The easiest way to get wilds, is to take them from other players. For that, one hero with 6 troops of any kind is sufficient. But take into account, that this way, you will get attention of other players and probably get retaliation attacks. You should however attack 2 wilds from other players each day, for the daily quest “The victor is king” which gives you 200 free fame each day.

To understand the basics of troop formations, you should know the concept of decoy troops. Decoys are heroes with just one troop on it. When decoys get hit, you will only lose the one troop, no matter how big the attacking enemy stack is. Decoys are a perfect way to reduce you losses and to train your heroes (see The tower). Decoy troops should be archers, because they are the cheapest troops.

There are two good formations for occupying wilds. Wilds are held by NPC (non player character) troops. The higher the level of the wild, the more troops are stationed there.
This is how your formation should look like.

– N –
WME
– S –
(north, west, middle, east, south)

Requirement: Formations only work (best) if your strong troop, is strong enough to kill an enemy stack with one single hit.

Formation A
This formation is recommended for the lower levels of the tower.

N a decoy troop
M a strong troop (ie catapults)
E a strong troop (ie infantry)
S a decoy troop

With this formation you will only get casualties, when the enemy has four troops. The only dangerous enemy formation is a four stack formation with a really strong south troop, because that stack will hit you once in the second round of battle.
No other formation will be able to deal significant damage to you (providing you are able to one-hit the enemy stacks).

  • Pros:
    • Good to level a weaker hero, because he can stay protected behind the stronger one.
    • In the tower this formation won’t change after a refill! This is a big time-saver!
  • Cons:
    • Heavy losses in tower, when the enemy has only one stack which is too strong to one-hit. Therefore this formation is only useful in the lower levels.

Formation B
This formation is recommended for the higher levels of the tower.

N a strong troop
W and M a decoy troop
S a strong troop

In most cases this formation is as good as formation A. In some cases even better.

With this formation you will only get casualties, when the enemy has four troops. The only dangerous enemy formation is a four stack formation with a really strong middle troop, because that stack will hit you once in the second round of battle.
No other formation will be able to deal significant damage to you (providing you are able to one-hit the enemy stacks).

  • Pros:
    • Minimum casualties formation
    • You can go to higher levels in the tower, because you get four free attacks on a single-stack enemy.
  • Cons:
    • In the tower this formation has to be reassigned each refill. A huge time-killer!
    • Both of you strong stacks are on the front. If you miscalculte you will get more casualties.

Important: The strong stacks must be able to destroy any enemy stack with one hit.

With these formations your losses will be reduced to a minimum, because your strong troops will get hit only once by a full enemy stack.
These formations work in the tower as well and can be used against players. Fighting players however is a more complicated topic, where one should adapt to the enemies tactics.

Getting prestige

Prestige is extremely important. The more prestige you have, the higher your player level will be. Your level determines how many wilds and stronghold you can occupy. Therefore getting prestige is your main objective. There are several ways to get prestige:

  • The victor is king

This is a daily quest, which gives you 200 prestige. You should do it every day. To complete the quest you just have to take two wilds from enemy players.

  • Arena

Each day you can fight in the Arena for 15 times. Each victory gives you 10 prestige. This way you can get 150 prestige (and 3000 resources of each kind) a day. Do it daily.

  • Dragon

Once a day you can attack the dragon. Killing the dragon is not the objective, unless you have several tens of thousands troops to spare. But you get 20 prestige and some gold and resources, if you attack the dragon even with one troop only. Do it daily!

  • Fighting players

If you find enemy troops you can beat, destroy them. Each killed unit gives you 1 prestige. This is by far the best way to get prestige fast.

  • Buildings

You get prestige for every upgrade on any of your buildings. The higher the level, the more prestige you get.

The tower

Once a day you can enter the tower for free. In the tower you fight against NPC troops. You start at level one and fight your way up the tower. The higher you get, the bigger the enemy stacks will be. The tower is the best way to level up your heroes fast.

In the tower it is very important to use decoys. One the one hand, it reduces your losses enormously. And on the other hand, the two remaining heroes level up twice the speed, because they kill all the enemy troops on their own. The only drawback of using decoys in tower is, that you can’t use the fill-up button anymore. Each time you lose an archer, you have to close the tower and refill your troops with the hero menu.

Important: To close the tower, use the ‘X’ button in the top right corner. Pressing the ‘exit’ button will forfeit your daily free tower run and you have to start again at level 1 on the next day.

You should fight in the tower until your heroes are unable to one-hit an enemy stack. When you are unable to one hit, consider carefully if you want to go on. From that point on, you will get casualties. After you quitted the tower, the next day start from level 1 again.

For the tower I recommend a combination of formation A (see Attacking formations) and formation B. Formation A is good for the lower levels and to train one weaker hero. Formation B is good for the higher levels of the tower.

Do the tower daily!

Daily tasks

  • Tower
  • Arena
  • All daily quests (except trade master)
  • Dragon
  • Treasure hunt

Thanks

Thanks for reading my strategy guide!

Feel free to comment on this post, correct me, thank me or point out some missing important information. If you liked this strategy guide and you are new to this game, please use my invitation code the first time you start age of empire: 5299869696. You will get 5 free gold as a reward!

Übertragungsrate beschränken in ProFTP 1.3

Einer der gängisten FTP Programme unter Linux ist ProFTP. In manchen Szenarien möchte man eventuell die Übertragungsrate des FTP-Servers einschränken, damit er nicht die volle Bandbreite belegt. Die Dokumentation von ProFTP fand ich an dieser Stelle von nicht hilfreich bis zu irreführend, da hier nur Methoden für alte Versionen beschrieben wurden, bei mir jedoch ProFTP 1.3 läuft. Erst nach einigem Googlen bin ich auf die Lösung gestoßen.

<Anonymous ~ftp>
   TransferRate         RETR    128
   TransferRate         STOR    128
[...]
</Anonymous>

Mit diesen beiden Zeilen lassen sich die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten begrenzen – in diesem Beispiel auf 128 KB/s.